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Kategorie: Reisebrichte
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Rundreise Westen der USA 2012

Abreise: 27. Mai 2012
Rückreise: 29. Juni 2012

Der Westen ruft!

Wir haben uns (Andrea, Roman, Luzia und ich) entschieden im Juni von Las Vegas aus mit einem Camper den Westen zu erkunden. Ziel ist Los Angeles wo wir noch ein paar erholsame Tage geniessen werden.
Wir versuchen möglichst oft den Blog zu aktualisieren, damit die zu Hause gebliebenen unsere Reise und Erlebnisse mit verfolgen können. Natürlich sind Tipps und Ratschläge immer willkommen.

Im Moment sind wir mit der Detailplanung der Route beschäftigt und mit vielen anderen kleinen Dingen, wie das Buchen das Fluges und so weiter :-) - Ziel ist ein Handbuch mit der gesamten Route, als Karte zur Übersicht und dem Routenschrieb in Textform mit Platz für Handnotizen, zu erhalten.

Reiseunterlagen

Am Samstag, 12. Mai 2012, konnten wir unsere Reiseunterlagen in Empfang nehmen. Langsam steigt unsere Nervosität ob wir an alles gedacht haben und die Vorfreude wird täglich grösser.
Das einzige was wir vor Ort entscheiden müssen, ist ob wir hoch zum Yellowstone NP fahren wollen.

Der Countdown läuft...

Die (noch leeren) Koffer stehen bereit. Am Sonntag, 27. Mai 2012 heben wir um 13.20 Uhr ab und fliegen nach einer Zwischenlandung in London nach Las Vegas. Wir sind gespannt auf den Wechsel vom beschaulichen Dorf in die glitzernde Grossstadt!

Die ersten Abenteuer

Endlich ist er da: Der erste heiss ersehnte Reisebericht von uns! Der Flug von Zürich via London nach Las Vegas verlief tiptop. Die Kinder schliefen zwischendurch, obwohl Roman sich auch brennend für die Bordunterhaltung interessierte. Las Vegas begrüsst uns mit sonnigem Wetter. Der Weg mit dem Taxi ins Hotel Circus Circus ist natürlich schon eine Sightseeing Tour.


Wir logieren 2 Nächte im Hotel Circus Circus.

Die Zeitverschiebung lässt uns nicht so ruhig schlafen… deshalb heisst es vom Fenster aus die Aussicht geniessen auf die vielen bunt beleuchteten Gebäude. Andrea meint dazu: „Wiehnachte!“. Als spät in der Nacht die Lichter etwas reduziert werden, sagt Roman: „S esch wägem Strom vergüüde. Jetz hend si de Stecker usezoge."

Am Montag sind wir um 5.30 Uhr alle hellwach. Schon vor dem Morgenessen machen wir einen kleinen Spaziergang und stürzen uns dann auf das feine Buffet. Nachher fahren wir mit der Monorail zum lebhaften Las Vegas Boulevard und schlendern durch die imposanten Hotelanlagen mit all ihren Attraktionen. So bekommen wir einen Hauch mit von New York, Paris, Venedig…


New York - New York
Venetian
Wasserspiel beim Hotel Bellagio

Roman und Andrea marschieren auch wacker mit, das gibt Durst!

Am Dienstag können wir unseren Camper abholen. Ein imposantes Vehikel mit seinen 28 Fuss (8.55 Meter) Länge. Markus als Chauffeur hat das Ding aber bestens im Griff. Als erstes heisst es sich im Walmart eindecken und den „Haushalt“ im Wohnmobil einrichten. Wir fahren dann zum KOA Campingplatz neben dem Hotel, wo wir vorher zweimal übernachtet haben. Am nächsten Tag nehmen wir unseren ersten Tagestrip unter die Räder: Wir fahren zum Valley of Fire State Park.


White Domes im Valley of Fire SP

Diese Gegend mit den leuchtend roten Sandsteinfelsen gefällt uns auf Anhieb. Wir ergattern einen tollen Platz auf dem Campground mit Kletterfelsen inklusive.


Atlatl Rock Campground im Valley of Fire State Park

Es ist brennnend heiss und wir sind froh um jede Abkühlung und den klimatisierten Camper.


Eine Abkühlung muss sein!

Unser Nachtessen geniessen wir vom Grill und die Kinder sändelen nach Herzenslust.

Am nächsten Tag fahren wir nordwärts nach Beaver. Unterwegs sehen wir karge Gegenden, aber auch einige Rinderfarmen mit aufwändig bewässertem Land. Die Fahrt durch Felsen und Täler ist abwechslungsreich. Zwischendurch heisst es natürlich auch Pause machen, die Beine vertreten und die Kinder austoben lassen. Beim Campingplatz haben wir Gelegenheit zu waschen und unsere beiden Wassermänner hüpfen sogar ins erfrischende Nass.

Baden beim Campingplatz in Beaver
Was im Bellagio in Las Vegas möglich ist, können wir auch!

Inzwischen wünschen wir euch zu Hause eine gute Zeit!

Luzia, Markus, Roman und Andrea


Faszinierende Felsbögen

Bibber, bibber… war das eine kalte Nacht im Camper. Nachdem wir immer sommerlich heisse Temperaturen hatten (tags etwa 100 Grad Fahrenheit, entspricht etwa 35 Grad Celsius), kühlte es in der Nacht auf kühle 8 Grad Celsius ab. Also nichts wie weiterfahren, in wärmere Gefilde. Auf der Fahrt nach Moab mussten wir feststellen, dass auch in der USA die Geschwindigkeitslimiten grosszügig ausgelegt werden: Wir werden trotz Fahren mit der Maximalgeschwindigkeit von Truckern mit 3 Anhängern überholt.


FedEx hats pressant!

Für die Mittagsrast finden wir einen supertollen Picknickplatz. Die Aussicht ist atemberaubend, ein erster Vorgeschmack auf den Grand Canyon. Ein weiterer Vorteil des Campers: Die Tortellini drinnen auf dem Gasherd zubereiten, einfach zum Picknicktisch tragen und geniessen.


Wir haben Hunger!

Überhaupt ist diese rund 370 km lange Strecke sehr kurzweilig und zeigt uns vieles von diesem abwechslungsreichen Land mit den verschiedenfarbigen Hügeln und Weiten. Auch Roman und Andrea geniessen das Fahren.


Sicher platziert in den Kindersitzen am Esstisch

In Moab ergattern wir auf dem KOA Campground einen Platz für die nächsten 4 Nächte. Wir freuen uns, nun etwas „sesshaft" zu werden und die nächsten Tage den Arches Nationalpark zu erkunden.


Unser Camper in Moab

Der Arches Nationalpark zeigt zahlreiche bogenförmige Felsformationen. Es ist ein sehr sehenswertes Naturschauspiel aus hoch aufragenden Spitzen und freistehenden Felsen.


Im Arches NP

Als erstes besuchen wir dort den Sand Dune Arch. Das ist natürlich ein Riesengaudi für Roman und Andrea, sooooo viel allerfeinsten Sand! Auch das Klettern kommt nicht zu kurz.


Enger Durchgang zum Sanddune
Andrea geniesst den Sand...
...und Roman muss natürlich klettern

Wir fahren zu verschiedenen Arches und machen dort kleinere Wanderungen.

Den spektakulärsten, den Delicate Arch, betrachten wir jedoch nur aus der Ferne: Das wäre uns dann doch etwas zu anstrengend geworden mit den Kleinen bei dieser Hitze.


Delicate Arche von einem Lookout aus

Deshalb geniessen wir jeweils am späteren Nachmittag das Leben auf dem Campground, der Pool bietet erfrischende Abkühlung.

Morgen fahren wir weiter Richtung Monument Valley und werden später wieder von unseren Erlebnissen berichten.

Hochsommerliche Grüsse

Luzia, Markus, Roman und Andrea


www (wild wild west)

Dank WiFi auf fast allen Campingplätzen müsst ihr halt schon wieder von uns lesen…

In der letzten Nacht kam starker Wind auf. Trotzdem lassen wir uns unbarmherzig früh um 5.45 Uhr wecken, um unser Morgenessen bei einem einmaligen Aussichtspunkt zu geniessen.


Eine hungrige Familie auf dem Weg zu einem tollen Platz fürs Zmorge

Bei der Fahrt spüren wir die starken Windböen, die Chauffeur Markus mit dem Wohnmobil souverän ausgleicht. Wir erreichen den Needles Overlook und sind überwältigt vom atemberaubenden Ausblick auf die Canyonlands.


Aussicht von Needles Overlook

Auf der Weiterfahrt meinen zuerst, es hätte Dunst in der Landschaft, stellen dann aber fest, dass einfach viel Sand aufgewirbelt wird vom Wind. Wir steuern den Goosenecks State Park an. Dieser Aussichtspunkt ist wiederum spektakulär, eine grosse Plattform mit Sicht auf den San Juan River, der sich tief eingefressen durch die Felsen schlängelt.


Ausblick vom Goosenecks SP

Wir hatten eigentlich geplant, dort zu übernachten, aber der starke Wind macht uns einen Strich durch die Rechnung. Das ist uns dann doch zu ungemütlich… Deshalb fahren wir zu einem Dorf namens Bluff zurück auf einen Campground.

Am nächsten Morgen ist es beinahe windstill, wir sind erleichtert! Weiter geht die Fahrt am berühmten Mexican Hut vorbei...


Der Fels trägt einen Sombrero

...Richtung Monument Valley. Die markanten rotbraunen Monolithe dienten vielen Westernfilmen als Kulisse.


Monument Valley
Sooo gross sind diese Monumente ja gar nicht ;-)

Auf eine geführte, staubige Tour mit geländegängigen Fahrzeugen verzichten wir. Wir beziehen unseren Platz auf dem Gouldings Campground und fühlen uns mit unserem Camper fast wie ein weiteres Monument inmitten der Sandsteinfelsen. Wir freuen uns nun auf ein feines Barbecue zum Nachtessen.

Euch in der Schweiz würden wir gerne ein bisschen von unserer Hitze schicken, denn wir haben hier immer Temperaturen von rund 35 Grad Celsius.

Unsere nächste Etappe führt uns zum Grand Canyon, wir sind gespannt darauf.

Liebe Grüsse aus dem Wilden Westen

Luzia, Markus, Roman und Andrea


Imposante Canyons mit atemberaubender Aussicht

Vom Monument Valley fahren wir durch grosse Weiten, meist trocken-sandig. Eine Strecke durch das Painted Desert wird ihrem Namen gerecht: Wir sehen viele grosse bunte Sandhügel. Die Strasse steigt an gegen den Grand Canyon hin und wir erhaschen erste Eindrücke davon. Würziger Föhrenduft liegt in der Luft (erinnert an Weihnachten…). Wir beziehen einen Platz für 2 Nächte im Desert View Campground. Dann geht’s auf Entdeckungstour zum Grand Canyon. Diese gewaltige Schlucht ist bis zu 29 km breit und 1,6 km tief. Wir fahren mit dem Wohnmobil dem South Rim entlang und machen Halt bei verschiedenen atemberaubenden Aussichtspunkten und bewundern die vielen imposanten Formationen in leuchtenden Farben.


Wir geniessen diese einmalige Aussicht
Sonnenaufgang im Grand Canyon

So heiss es am Tag war, so kalt werden die Nächte hier. Obwohl wir heizen können, machen wir jetzt gerne von den mitgelieferten Wolldecken Gebrauch.

Am nächsten Tag steigen wir in den Shuttle Bus uns lassen uns zu verschiedenen Lookouts auf der Hermits Rest Route bringen. Den Kindern gefällt das Busfahren natürlich sehr. Auf der Rückfahrt sehen wir einige Deers (nicht zu verwechseln mit John Deere) am Strassenrand (Hirsche).


Hirsch am Strassenrand

Statt immer nur zu grillieren (was zwar auch sehr fein ist), hatten wir zum Nachtessen Lust auf Reis Casimir. Doch in Amerika scheint Curry ein Fremdwort zu sein. Wir fanden zwar ein Currygewürz und dank der Kreativität von Markus entstand mit La vache qui rit Käsli und Honig eine feine Currysauce!

So, nun haben wir genug in die grosse Schlucht geschaut und machen uns auf den Weg zum Lake Powell. Kurz vor Page opfert sich Markus für eine 800 m Wanderung durch heissen Sand, um den berühmten Horseshoe Bend zu fotografieren, eine enge Kehre des Colorado River.


Horseshoe Bend

In Wahweap am Lake Powell finden wir einen tollen Campingplatz und bleiben 2 Nächte dort. Auf dem Platz machen wir Wettrennen mit den Eidechsen.


Wer findet die Eidechse?

Wir bestaunen die zahlreichen grossen, luxuriösen Boote auf dem See. Nachmittags kann uns nichts mehr von einem Bad im Lake Powell abhalten, das Wasser ist angenehm warm. Und einen tollen Sandstrand hats auch!


Am Lake Powell Roman in Aktion...
 ...und Strandprinzessin Andrea auch.
 

Wir sehen uns auch noch den Glen Canyon Dam an, eine mächtige Staumauer.


Glen Canyon Dam am Lake Powell
Fasziniert von Papis Erklärungen zur Turbine

Weiter geht die Fahrt dann Richtung Bryce Canyon. Wiederum eine vielseitige Strecke an rot-gelb-beigen Hügelzügen vorbei. Dann wird die Gegend grüner, erinnert uns fast ein bisschen an die Schweiz (z.B. Entlebuch). Wir sind nun auf rund 2400 m ü. M. Hier hat es auch wieder viele Nadelbäume. Die kommenden 2 Nächte verbringen wir in Ruby’s Campground, auch ein toller Platz mit Möglichkeit zum Austoben für die Kinder.


Unser Campingplatz beim Bryce Canyon

Der Bryce Canyon bietet auch wunderbare Aussichtspunkte zum Geniessen, wir lassen die Bilder sprechen…

Bryce Canyon
Kein Schnee, sondern einfach verschiedenfarbiger Sandstein

Morgen werden wir zum Kodachrome Basin State Park fahren und dort einmal campieren.

Viele höhenluftige Grüsse

Luzia, Markus, Roman und Andre


Immer auf der Suche nach Abkühlung

Wir verlassen nach 2 Tagen den Bryce Canyon und fahren nach Escalante zum Petrified Forest State Park. Der blaue See lädt eigentlich zum Bad – doch heute wollen wir wandern!


Wanderweg durch bunten Sand

Es gibt einen Rundweg von 1,6 km Länge. Allerdings recht steil – und wegen der Hitze hüpfen wir sozusagen von Schatten zu Schatten. Es lohnt sich allerdings, denn die Farbe des Sandes am Wegesrand wechselt von beige zu orange, grün, rot… ganz toll! Seinem Namen entsprechend sehen wir auch einige versteinerte Holzstämme. Sie sehen aus wie echtes Holz, doch beim Berühren merkt man, es ist Stein: Entstanden vor mehreren Millionen Jahren.


Sieht aus wie Holz - ist aber Stein

Als nächste Station steuern wir den Kodachrome Basin State Park an. Das ist ein supertoller Campingplatz inmitten einer Bilderbuchlandschaft von Felswänden und Sandsteinskulpturen.


Kodachrome Basin State Park
Die Berge sind hier gestreift!

Zwecks Schattenspendung hat es auch Bäume dort – allerdings wurde ausgerechnet jener bei unserem Platz gefällt. Also keine Abkühlung beim Picknicktisch… Aber das lässt uns die gute Laune nicht verderben, wir geniessen unser Znacht vom Grill.


Stopp - könnte das etwa unser Baum sein? ;-)

Als es dunkel ist, können wir einen Sternenhimmel bewundern, wie man ihn in der sonst so beleuchteten Zeit selten sieht, grossartig!

Am nächsten Tag gehts weiter zum Zion Nationalpark. Dieser erinnert uns mit seinen Bergen ein bisschen an die Schweiz.


Zion National Park

Bei der Zufahrt muss für Wohnmobile sogar der Tunnel für den Verkehr aus der Gegenrichtung angehalten werden und wir dürfen in der Mitte der Strasse fahren. Die Campgrounds im Park sind mittags bereits voll. Deshalb steigen wir in einen der Shuttle-Busse und lassen uns zuhinterst ins Tal fahren. Dort spazieren wir bis zu einem Fluss, der wenig Wasser führt, so dass wir herrlich die Füsse abkühlen können… und Steine ins Wasser werfen…


Wir fahren dann mit dem Wohnmobil aus dem Park und beziehen in Virgin unser nächstes Nachtquartier. Es ist eine super Anlage, der Pool erinnert an ein Ferienresort. Hier liesse es sich noch länger bleiben, aber uns ziehts weiter nach Las Vegas. Dort haben wir ja unsere Reise gestartet. Deshalb fühlt es sich fast schon an, wie nach Hause zu kommen. Wir geniessen wiederum das quirlige Leben dort. Der Campingplatz ist nahe am Puls der Stadt, zwar blanker Asphalt, aber das vertragen wir gut nach so viel Natur in letzter Zeit. Wir wagen es abends, mit den Kindern ins Gewühl zu tauchen und fahren deshalb mit dem Bus zum Bellagio. Das Wasserspiel ist halt bei Dunkelheit noch eindrücklicher als am Tag.


Wasserspiel beim Bellagio in Las Vegas
Auch der beleuchtete Eiffelturm des Paris ist toll.
Las Vegas by night - beautiful!

Natürlich bleiben wir nicht allzu lange und sind um 22 Uhr zurück beim Campingplatz. Die Kinder fallen sofort müde ins Bett – das war in den letzten Tagen nicht immer so, sie sind häufig noch recht aufgedreht abends. Eigentlich klar, sie schlafen halt doch ab und zu während wir fahren.

Am nächsten Morgen können wir es nicht sein lassen: Wir müssen wieder einmal das reichhaltige Buffet zum Morgenessen im Hotel Circus Circus plündern. Auch wieder mal schön, nicht selber „brutzeln" zu müssen. Dann fahren wir zum Hoover Staudamm nahe der Stadt.


Hoover Dam am Lake Mead
Der Lake Mead führte auch schon mal mehr Wasser...

Das scheint eine grosse Attraktion zu sein, es hat sehr viele Leute dort. Und es ist mind. 40 Grad heiss! Wir spürten die Hitze des Asphaltes durch die Turnschuhe durch. Deshalb bleiben wir nicht allzu lange, fahren dann zurück zum Campingplatz und wie ihr schon denken könnt, hüpfen wir zur Abkühlung in den Pool!

Sicher fragt ihr euch, ob wir in Las Vegas den Jackpot schon geknackt haben. Tja, ist zwar amüsant den Leuten in den Spielcasinos zuzusehen. Aber mit den Kindern wäre der Zutritt sowieso nicht zulässig (erst ab 21 Jahren) und wir ziehen es vor, all die anderen Attraktionen in und um die Stadt zu geniessen.

Morgen verlassen wir Las Vegas und fahren Richtung Yosemite Park.

Luzia, Markus, Roman und Andrea


Grossstadtfeeling

Ursprünglich planten wir, von Las Vegas aus durch das Death Valley (Tal des Todes) zu fahren, obwohl Luzia aufgrund des Namens davon nicht so begeistert war… Als wir aber im Weather Forecast von den dort herrschenden 48 Grad Celsius erfuhren, änderten wir diesen Plan und fuhren eine andere, dafür längere Route Richtung Norden. Lange Zeit führt der Weg durch eine karge, sandige Gegend.


Aus der Sicht des Fahrers Markus
Solche "Mini-Tornados" sahen wir auf der Fahrt

Allmählich tauchen die ersten Berge der Sierra Nevada auf. An der Staatsgrenze zu Kalifornien gibts eine Kontrolle, es dürfen keine Pflanzen eingeführt werden. Haben wir ja auch keine dabei. Zum Glück dürfen unsere Äpfel, Bananen und die frische Ananas aber mit. Weiter geht die Fahrt über den Sagehen Summit Pass (2481 m ü. M.) zum Mono Lake. In Lee Vining ergattern wir einen Platz auf einem Camping Platz unter hohen Bäumen. Ein treuer Begleiter auf unserer Reise herrscht auch da: Starker Wind! Aber die Bäume sind sich das wohl gewohnt, sie halten zu unserer Erleichterung stand. Die Fahrt an diesem Tag war satte 530 km lang, jetzt sind wir unserem nächsten Ziel, dem Yosemite National Park dafür schon sehr nahe. Auch die Kinder haben diesen Tag tapfer mitgemacht, eine solch lange Fahrt ist für uns ja doch eine Ausnahme. Dafür hats auf dem Campingplatz einen tollen kleinen Spielplatz mit einem richtigen Schiff.


Spielplatz auf dem Campingplatz in Lee Vining

Am nächsten Morgen fahren wir vom windigen Lee Vining über den Tioga Pass (3031 m ü. M.) , dort ist es zum Glück windstill. Der Pass erinnert uns an den Grimsel mit seinem Granit. Die Passhöhe bildet gleichzeitig den Eingang zum Yosemite National Park, einem sehr malerischer Park mit seinen Bergen, Seen und Wasserfällen.


See im Yosemite National Park

Wir fahren zum Glacier Point und haben von dort eine grossartige Aussicht.


Auf dem Glacier Point im Yosemite Park
Auch dieser Geselle geniesst die Aussicht

Am Westende des Parkes fahren wir weiter nach Mariposa auf den KOA Campground. Endlich wieder mal super Wetter zum Grillieren, kein Wind der uns die ganze Kohle verbläst. Wir geniessens, auch am nächsten Morgen, wo wir gleich die Nachbarn auf dem Campingplatz ein bisschen schockieren und zum Zmorge Speck auf dem Grill braten. Aber es ist so fein!


Morgenessen in Mariposa

Dann fahren wir auf einer anfangs kurvenreichen Strecke weiter mit Kurs auf San Francisco. Auf dem Weg kommen wir an einer sehr fruchtbaren Gegend vorbei, wo wir unter anderem Walnuss- und Mandelbaumplantagen sehen. Wir halten bei einem Verkaufsstand an der Strasse, der frische Früchte anbietet. Das Körbchen Erdbeeren überlebt etwa 10 Minuten, dann haben Roman und Andrea alle verputzt, uns bleiben aber süsse Nektarinen. Durch viele Vororte erreichen wir San Francisco. Der Weg führt über eine imposante Brücke (Bay Bridge).


Auf der Bay Bridge in San Francisco

Aber natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, auch über die berühmte, 2,7 km lange Golden Gate Bridge zu fahren.


Fahrt über die Golden Gate Bridge
Sicht auf die Golden Gate Bridge

Es herrscht sonniges, wenn auch etwas kühles Wetter, jetzt können wir endlich unsere langen Hosen einsetzen... Wir bleiben für 2 Nächte auf dem Candlestick Campingplatz, unmittelbar neben dem gleichnamigen Stadion. Es ist wieder ein Asphaltplatz, wie in den grossen Städten halt üblich. Aber er hat den Vorteil, dass er einen Shuttlebusdienst anbietet. So fahren wir abends gleich mit diesem Bus in die Stadt, spazieren zur Fisherman’s Wharf und geniessen zum Nachtessen richtig feinen Fisch. Die Kinder verschlingen ihre Fish and Chips, die sind aber auch wirklich lecker. Der Bus holt uns zum vereinbarten Zeitpunkt wieder ab und bringt uns zurück zum Campground. Andrea unterhält auf dem Rückweg den ganzen Bus, sie ist immer so fasziniert von den vielen Beleuchtungen.

Am nächsten Vormittag gehts mit dem Shuttlebus natürlich gleich wieder in die City. Heute wollen wir mit den berühmten Cable Cars fahren. Roman nennt sie zwar keiben Car :-).


Cable Car in San Francisco

Wir fahren die steilen Strassen rauf und runter und bestaunen die manuellen Wendemanöver.


So werden die Cable Cars gewendet
Aussicht vom Cable Car, im Hintergrund Alcatraz
Die Passagiere fühlen sich wohl

Es gibt viel zu sehen und auch ein bisschen Shopping darf nicht fehlen.


Transamerica Building in San Francisco

San Francisco ist eine zwar grosse, aber nicht zu wuchtige Stadt, immer auch Grünflächen und viele gemütliche Plätze.


Was es in San Francisco alles gibt ;-)

Zum Nachtessen entscheiden wir uns diesmal für italienisch, aber es ist halt schon nicht Original, man merkt den amerikanischen Touch.

Am nächsten Tag ist es in San Francisco bedeckt und neblig, wie oft in dieser Stadt. Da hatten wir mit unseren 2 sonnigen Tagen ja richtig Glück. Heute fahren wir weiter Richtung Süden in die Nähe des Sequoia National Park.

Viele Grüsse aus der Grossstadt

 Luzia, Markus, Roman und Andrea


L.A. = Hollywood, Disney, Sandstrand...

Hallo ihr Lieben zu Hause

Schon lange habt ihr nichts mehr von uns gehört. Wir verbringen die letzten Tage unserer Reise im vielfältigen Los Angeles. Da bleibt natürlich nicht viel Zeit zum Schreiben... wir werden so bald als möglich wieder mal etwas schreiben und einige Bilder aufschalten.

Am kommenden Freitag, 29. Juni 2012 werden wir abends wieder in Kloten landen und freuen uns jetzt schon aufs Wiedersehen.

Herzliche Grüsse aus L.A.

Luzia, Markus, Roman und Andrea


Endspurt unserer grossen Reise

Nach unserem Aufenthalt in San Francisco wollen wir nun endlich grosse Bäume sehen. Deshalb fahren wir in den Sequoia Nationalpark. Bei der Parkeinfahrt erfahren wir allerdings, dass zur Zeit an der Strasse gebaut wird und nur Fahrzeuge mit einer Maximallänge von 22 Fuss zugelassen sind. Und unser Camper misst 28 Fuss… Deshalb müssen wir parkieren und per Shuttlebus in den Park fahren. Nach fast 1 Std. Bus fahren (inkl. Wartezeit bei der Baustelle) können wir uns dann zu den riesigen Bäumen gesellen.


Quizfrage: Wo sind Markus, Roman und Andrea?

Schon sehr eindrücklich, diese Grösse. Der Sentinel Tree misst 78,5 m. Wir wandern dann dem „Big Trees Trail" entlang, immer auf Tuchfühlung mit den Mammutbäumen.

Andrea ist im Sequoia am Holz schleppen
Holz schleppen ist angesagt

Dann heisst es zurückfahren nach Visalia, unserem letzten Campingort im Grünen. Am nächsten Morgen fahren wir nämlich bereits nach Los Angeles. Auf dieser Fahrt sehen wir wieder mal viel bewirtschaftetes Land mit grossen Maisfeldern, Oliven- und anderen Bäumen und auch grosse Rinderfarmen. Vor Los Angeles gehts in die Berge und dann erreichen wir schon das riesige Ballungsgebiet von L.A. Die Strassen werden bis 6-spurig und das Verkehrsaufkommen ist gewaltig.


Auf den Strassen von L.A. geht es emsig zu und her

Es gelingt uns aber erstaunlich gut, uns zu orientieren und so gelangen wir auch zu unserem Campingplatz beim Dockweiler State Beach. Wir befürchten, der Platz sei ausgebucht, es war Wochenende und der Platz sehr voll, die Leute feiern in vollen Zügen am Strand… aber wir bekamen noch einen Platz für 2 Nächte. Der Platz ist unmittelbar am Sandstrand – deshalb ab an die Beach! Für die Kinder ist es natürlich fantastisch, erstmals soooooo viel Sand zum Spielen zu haben.


Sandburgen bauen nach Herzenslust
Anschliessend werden die Füsse gewaschen ;-)

Ganz ins doch recht kühle Nass wagen wir uns dann nicht. Aber die Füsse benetzen und den rauschenden Wellen versuchen zu entfliehen macht riesig Spass.


Upps, Luzia will doch nicht ganz nass werden...

Auch den romantischen Sonnenuntergang lassen wir uns nicht entgehen.


Sonnenuntergang am Strand

Am nächsten Tag wollen wir die Umgebung von L.A. etwas erkunden und fahren nach Malibu. Der Strand kommt uns allerdings weniger toll vor als derjenige bei unserem Campingplatz. Aber weit oberhalb des Strandes auf den Hügeln sehen wir doch einige exklusive Residenzen.


in Malibu

Dann heissts langsam den Camper räumen, packen und putzen. Denn am nächsten Tag müssen wir bis spätestens 11.00 Uhr das Wohnmobil bei El Monte etwas ausserhalb der City zurückgeben. Die Rückgabe klappt reibungslos und nach einer recht langen Wartezeit fährt uns der Shuttlebus zur Niederlassung von Alamo beim Flughafen. Jetzt haben wir nämlich noch 3 Tage ein schnittiges Fahrzeug, um in L.A. weitere Ziele anzusteuern.


Mit diesem wuchtigen Buick erkunden wir L.A.

So ist es doch viel angenehmer, sich im Stadtverkehr zu bewegen und wir fahren durch Downtown, erhaschen einen Blick auf den bekannten Hollywood-Schriftzug und fahren am Walk of Fame vorbei.


Wir sind in Hollywood!

Gegen Abend beziehen wir dann unser Zimmer für die kommenden 3 Nächte im Hotel Holiday Inn an der Santa Monica Beach. Das Hotel ist super gelegen, wenige Minuten zu Fuss von der Beach und vom Pier entfernt. Dort geniessen wir in einem mexikanischen Restaurant direkt am Wasser ein feines Nachtessen.

Am nächsten Tag fahren wir nach Anaheim, zum California Adventure Park. Mit den Kindern natürlich ein grosser Spass. Vor wenigen Tagen wurde dort ein Themenbereich zu "Cars" eröffnet. Da nehmen wir eine Wartezeit von 40 Minuten gerne in Kauf, um mit Hook eine Runde zu drehen.


Traktorenfahrt mit "Hook"

Auch eine Fahrt auf dem Riesenrad mit schwingenden Gondeln ist für alle der Hit, obwohl Roman nachher meint: „Das hed mer fascht de Chopf abzoge."


Die Gondeln dieses Riesenrades schaukeln!

Auch einige Figuren aus der Disneywelt ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich.


Mickey lässt grüssen
Welcher dieser beiden Jungs ist wohl scheuer?
Hier fühlen wir uns fast wie Filmstars

Nach so viel Action fahren wir dann müde zurück zum Hotel und freuen uns auf ein leckeres Nachtessen am Pier.

Am nächsten Tag zeigt sich wieder, dass L.A. einfach riesig ist. Man fährt über eine Stunde auf Hauptverkehrsachsen und ist immer noch nicht raus aus dem Siedlungsgebiet. Heute wollen wir Shoppen und steuern deshalb ein grosses Center an. Wir können uns richtig verweilen, finden Ersatz für unsere ausgelatschten Schuhe, aber keine Angst, wir können unsere Koffer schon noch schliessen für die Heimreise.

Für das letzte Nachtessen unserer Reise möchten wir ein richtig feines Stück Fleisch. Wir finden ein ansprechendes Restaurant und müssen uns das saftige Teil zwar mit langer Wartezeit verdienen. Aber es hat sich gelohnt. Und die Kinder dürfen nochmals so richtig bei den Pommes Frites zuschlagen.

Ja und dann heissts am nächsten Morgen definitiv Koffer packen und alles ins Auto laden. Vormittags wollen wir doch noch beim Walk of Fame über ein paar Sterne flanieren.


Auf dem Walk of Fame

Es ist nochmals brennend heiss. Um die Mittagszeit fahren wir Richtung Flughafen und trennen uns vom Buick. Unser Rückflug startet um 17.55 Uhr. Die Kinder fallen nach dem Imbiss und etwas Filmli schauen schon bald in den Schlaf. Wir schauen etwas länger Filmli… nach etwas mehr als 10 Stunden und einigen Warteschleifen über London landen wir auf dem Flughafen Heathrow. Da wir nicht ganz pünktlich landen konnten, heisst es jetzt sputen zu unserem Anschlussflug. Wir schaffen es und setzen uns ins Flugzeug, das uns zurück in die Heimat bringt. Der Flug nach Zürich klappt flott. Schon bevor wir beim Gepäckband angelangt sind, erreicht uns ein SMS mit der Mitteilung, dass ein „Bag" fehle. Wir erfahren dann am Schalter, dass 3 Koffer nicht im selben Flieger waren wie wir, lediglich einen Koffer sowie den Buggy konnten wir gleich mitnehmen. Was solls, wir sind ja auf der Heimreise. Sogar noch angenehm, nicht schon am gleichen Abend auspacken zu müssen… die fehlenden Koffer werden uns am nächsten Tag nach Hause geliefert. Wir fahren dann mit dem Zug nach Luzern und was erwartet uns dort: Schwülheisse Temperaturen und heftiger Gewitterregen! Was wir 5 Wochen lang nie hatten (Regen), begrüsst uns nun in der Heimat. Aber das kann unsere Wiedersehensfreude nicht trüben. Wir sind sehr froh, dass wir am Bahnhof abgeholt und nach Hause chauffiert werden (Danke!!). Etwa um 19.30 Uhr sind wir dann wieder daheim. Die Kinder stürzen sich natürlich zuerst auf ihre Spielsachen, die sind ja wieder sooooo interessant. Der Jetlag lässt uns natürlich nicht so entspannt schlafen… und um 5.30 Uhr sind wir schon draussen auf dem Sitzplatz, Roman dreht seine Runden im Rasen, wo in der Zwischenzeit etwas „Salat" ;-) gewachsen ist.

Wir hoffen, dass wir uns bald wieder an die hiesige Zeit gewöhnen, gelingt sicher in den nächsten Tagen.

Ja, jetzt sind wir also wieder da und freuen uns, euch bald wieder zu sehen!

Liebe Grüsse

Luzia, Markus, Roman und Andrea

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